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Eheringe: Geschichte, Symbolik und Bedeutung

Warum tauschen Brautpaare Ringe, und warum tragen wir sie in Österreich rechts? Ein Blick auf die Geschichte und Symbolik der Eheringe.

Redaktion Hochzeit Brautinfo2 Min. Lesezeit

Eheringe: Geschichte, Symbolik und Bedeutung, Bild 1

Ein Ring hat keinen Anfang und kein Ende. Viele Kulturen sehen im geschlossenen Kreis deshalb ein Zeichen für Ewigkeit, Beständigkeit und Unendlichkeit. Genau diese Bedeutung steckt im Ringtausch bei der Hochzeit: Er steht für die dauerhafte Liebe und Verbundenheit zwischen euch. Der Ring ist eine sichtbare Erinnerung an dieses Versprechen, jeden Tag.

Magische Ringe

Ringe gehören zu den ältesten Schmuckstücken der Menschheit. In Religion und Volksglauben hatten sie durch ihre Kreisform, die schützt und bannt, oft eine magische Bedeutung. Bis heute erzählen Mythen und Romane von Ringen mit besonderen Kräften, Tolkiens „Herr der Ringe" ist nur das bekannteste Beispiel.

Ursprünge des Eherings

Schon im alten Ägypten sollen Ringe als Zeichen der Verbundenheit getragen worden sein. Im Römischen Reich erhielt die Braut einen Ring, der als Zeichen für das Eheversprechen und die vereinbarte Mitgift galt. Darin sehen viele Historiker einen Ursprung unserer heutigen Eheringe. Eine andere Überlieferung führt den Ehering auf den Siegelring zurück: Wer ihn erhielt, durfte den Besitzer vertreten.

Der Ringtausch in der Trauung

Seit dem Mittelalter ist der Ringtausch fester Bestandteil der kirchlichen Trauung. Heute ist er so selbstverständlich, dass er auch bei der standesamtlichen Trauung und bei freien Trauungen kaum wegzudenken ist. Der Tausch folgt meist direkt auf das Jawort und besiegelt symbolisch das öffentliche Bekenntnis zueinander. Rechtlich notwendig ist er allerdings nicht.

In der Antike glaubte man, vom Ringfinger der linken Hand führe eine Ader, die Vena Amoris, direkt zum Herzen. In vielen Ländern, etwa im englischsprachigen Raum, in Frankreich oder Italien, wird der Ehering deshalb bis heute links getragen.

In Österreich und Deutschland ist es dagegen Tradition, den Ehering am rechten Ringfinger zu tragen. Die rechte Hand galt als Schwurhand. Der Verlobungsring wird hierzulande oft links getragen und wechselt nach der Hochzeit manchmal mit nach rechts. Eine feste Regel gibt es aber nicht: Tragt eure Ringe so, wie es sich für euch richtig anfühlt.

Edle Metalle

Eheringe werden aus hochwertigen Metallen gefertigt. Besonders beliebt sind Gelbgold, Weißgold und Roségold. Platin gewinnt an Bedeutung, weil es sehr beständig und hautfreundlich ist und damit auch symbolisch für eine dauerhafte Verbindung steht. Zunehmend fragen Paare auch nach Recycling-Gold oder fair gehandeltem Gold.

Form, Farbe und Material bleiben ganz eurem Geschmack überlassen. Bedenkt nur, dass ihr die Ringe ein Leben lang tragen möchtet. Praktische Tipps für den Kauf und eine Übersicht über Juweliere und Goldschmiede findet ihr unter Trauringe und Brautschmuck.

Häufige Fragen

Auf welcher Hand trägt man in Österreich den Ehering?

In Österreich wird der Ehering traditionell am Ringfinger der rechten Hand getragen. In vielen anderen Ländern, etwa im englischsprachigen Raum, trägt man ihn links.

Was symbolisiert der Ehering?

Der geschlossene Kreis ohne Anfang und Ende steht für Ewigkeit und Treue. Der Ring ist ein sichtbares Zeichen für das Eheversprechen.

Ist der Ringtausch bei der Hochzeit Pflicht?

Nein, der Ringtausch ist ein symbolischer Brauch und rechtlich nicht notwendig. Er gehört aber bei den meisten Trauungen fest dazu.

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