Zum Inhalt springen

AMORE Hochzeitsmesse Wien 2026 am 8. November 2026 Tickets sichern

Planung

Wir sind Trauzeugen, was nun? Aufgaben vor, während und nach der Hochzeit

Trauzeuge sein bedeutet mehr, als das Ringkissen zu halten. Was vor, während und nach der Hochzeit auf euch zukommt, inklusive Geschenk-Frage.

Redaktion Hochzeit Brautinfo3 Min. Lesezeit

Wir sind Trauzeugen, was nun? Aufgaben vor, während und nach der Hochzeit, Bild 1

Ihr seid mit euren Freunden durch dick und dünn gegangen, da ist es Ehrensache, ihnen auch am großen Tag zur Seite zu stehen. Mit der Unterschrift am Standesamt oder vor dem Altar ist es aber längst nicht getan. Hier erfahrt ihr, was als Trauzeugin oder Trauzeuge auf euch zukommt.

Unterstützung für das Brautpaar

Eure wichtigste Aufgabe ist es, das Brautpaar während der Planung so gut wie möglich zu unterstützen und mit Rat und Tat da zu sein. Wie stark ihr in die Organisation eingebunden werdet, hängt vom Brautpaar und von eurer Zeit ab. Mögliche Rollen: Co-Hochzeitsplanerin, Deko-Hilfe, Modeberater, Gästebetreuung und nicht zuletzt eine Schulter zum Anlehnen, wenn es stressig wird.

Shoppingbegleitung

Das Brautkleid oder den Anzug gemeinsam auszusuchen, kann eine der schönsten Aufgaben sein. Auch hier hilft gute Vorbereitung: Statt nervenaufreibender Shoppingtouren über mehrere Tage schaut ihr gemeinsam gemütlich Kataloge und Videos an oder begleitet das Paar auf eine Hochzeitsmesse. So bekommt ihr ein Gefühl dafür, was wirklich gefällt, und könnt im Geschäft gezielt danach fragen.

Kommunikation mit den Gästen

Ihr könnt dem Brautpaar viel Arbeit abnehmen, indem ihr Fragen der Gäste beantwortet, etwa zu Dresscode, Geschenken oder Unterkünften. Das Brautpaar gibt euch vorher natürlich die nötigen Infos. Eine eigene Gruppe im Messenger, eine E-Mail-Adresse oder eine kleine Hochzeitswebsite helfen, den Überblick zu behalten.

Partymanager für den Junggesellenabschied

Organisiert einen Junggesellinnen- oder Junggesellenabschied, an den sich alle gerne erinnern. Die Gästeliste kommt vom Brautpaar, um den Rest kümmert ihr euch. So geht ihr vor:

  • Brainstorming mit den engsten Freunden der Hauptperson
  • Budget früh klären und die Kosten fair unter allen Teilnehmenden aufteilen
  • Seid ihr unsicher, was ankommt, fragt ruhig nach, was sich Braut oder Bräutigam unter einem perfekten Abend vorstellt

Am Hochzeitstag: alles im Griff

Am Hochzeitstag seid ihr im Idealfall die guten Geister im Hintergrund. Das beginnt mit dem Weckruf am Morgen und endet damit, den letzten Gast ins Taxi zu setzen. Helft beim Ankleiden, behaltet das Aussehen im Blick und seid zur Stelle, wenn etwas schiefgeht.

Besonders wichtig ist das Notfallset. Stellt euch vor, ein Träger des Brautkleides reißt oder der Brautmutter läuft vor Rührung die Wimperntusche übers Gesicht. Malt euch die kleinen Katastrophen aus und packt ein, was ihr dafür braucht:

  • Nähset, Sicherheitsnadeln und Fleckentferner
  • Taschentücher, Abdeckstift, Puder und Lippenstift
  • Pflaster, Schmerztabletten und Blasenpflaster
  • Haarnadeln und Haarspray
  • Traubenzucker, Wasser und Ladekabel

Ringe, Rede und Kuverts

Traditionell bewahrt ein Trauzeuge die Ringe bis zum Ringtausch auf und hält eine Rede bei der Feier. Oberstes Gebot für die Rede: Sagt nichts, was das Brautpaar in Verlegenheit bringt, und fasst euch kurz. Drei bis fünf Minuten reichen.

Gibt es keinen eigenen Zeremonienmeister, kümmert ihr euch oft auch um die diskrete Bezahlung von Dienstleistern und das Trinkgeld für das Servicepersonal. Das Brautpaar bereitet das Geld vorab in beschrifteten Kuverts vor.

Ansprechpartner für alle

Das Brautpaar hat am Hochzeitstag keine Zeit, den Ablauf zu koordinieren. Seid Ansprechpartner für Gäste und Dienstleister, kümmert euch um Fragen zur Sitzordnung, zu Reden und Spielen. Versucht, Probleme gar nicht erst entstehen zu lassen. Schlechte Stimmung entsteht durch lange Leerläufe, ein gestresstes Brautpaar, unzufriedene Gäste, unpassende Musik oder Spannungen in der Familie. Habt keine Scheu, freundlich einzugreifen.

Das Hochzeitsgeschenk der Trauzeugen

Oft diskutiert: Müssen Trauzeugen ein besonderes Geschenk machen? Euer eigentliches Geschenk ist eure Unterstützung, eure Zeit und euer Einsatz. Für das Geschenk gilt daher, was für alle Gäste angemessen ist. Eine gängige Orientierung ist ein Betrag, der in etwa den Kosten für Essen und Getränke pro Person entspricht, in Österreich je nach Rahmen grob 50 bis 150 Euro pro Person. Eine liebevolle Extra-Geste ist es, das Brautauto zu schmücken. Ideen für Geschenke findet ihr unter Gastgeschenke und Hochzeitsgeschenke.

Und danach: happily ever after

Mit dem Ende der Feier endet eure Rolle nicht. Ihr bleibt Vertrauenspersonen, denen das Paar seine Sorgen anvertrauen kann. Der erste Hochzeitstag ist ein schöner Anlass, Erinnerungen zu wecken: mit Blumen, einer Einladung zum Essen, einem Album mit Fotos, die das Paar noch nicht kennt, oder einer lieben Karte. Einen Überblick über alle Planungsschritte findet ihr in der Hochzeits-Checkliste.

Bildergalerie

Häufige Fragen

Was sind die Aufgaben einer Trauzeugin?

Unterstützung bei Planung und Brautkleid, Organisation des Junggesellinnenabschieds, Hilfe am Hochzeitstag mit Notfallset und Ablauf sowie oft eine Rede.

Wie viel schenken Trauzeugen zur Hochzeit?

Es gibt keine feste Regel. Als Orientierung gilt etwa der Wert von Essen und Getränken pro Person, grob 50 bis 150 Euro, je nach Rahmen und eigenen Möglichkeiten.

Was gehört ins Notfallset für die Hochzeit?

Nähset, Sicherheitsnadeln, Pflaster, Taschentücher, Make-up zum Nachbessern, Haarnadeln, Schmerztabletten, Wasser und ein Ladekabel.

Passende Dienstleister