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Planung

Hochzeitsetikette: Gästeliste, Sitzordnung und Hochzeitstafel

Wer wird eingeladen, wer sitzt wo und wie läuft die Hochzeitstafel ab? Das kleine Einmaleins der Hochzeitsetikette im Überblick.

Redaktion Hochzeit Brautinfo3 Min. Lesezeit

Hochzeitsetikette: Gästeliste, Sitzordnung und Hochzeitstafel, Bild 1

Die zentralen Fragen der Hochzeitsplanung drehen sich darum, wen ihr einladet, wo ihr feiert, wo eure Gäste sitzen, wie die Feier grob ablaufen soll und wer das alles bezahlt. Hier bekommt ihr einen Überblick über die wichtigsten Regeln der Hochzeitsetikette, die ihr natürlich an euch anpassen dürft.

Die Gästeliste

Sobald euer Budget feststeht, erstellt ihr die Gästeliste mit Adressen, E-Mail-Adressen und Telefonnummern. Sie zeigt euch, wie groß euer Fest wird und wie viel Platz eure Location bieten muss. Nehmt euch dafür Zeit und überlegt gut, wen ihr einladen möchtet: Die Länge der Gästeliste wirkt sich stärker auf das Budget aus als fast alles andere.

Hilfreich ist eine Einteilung in Kategorien: engste Familie, gute Freunde, erweiterte Familie, Kolleginnen und Kollegen. So seht ihr schnell, wo ihr notfalls kürzen könnt. Wer nicht zur Feier kommt, kann eine Hochzeitsanzeige oder eine Einladung zur Agape erhalten.

Die Sitzordnung: welche Tischform passt?

Runde Tische, lange Tafeln, U- oder T-Form: Möglichkeiten gibt es viele. Oft gibt die Location die Tischform vor. Gibt es dort nur eckige Tische, macht es wenig Sinn, mit runden zu planen. Diese Varianten haben sich bewährt:

Runde Tische

Runde Tische für acht bis zehn Personen sind gesellig, weil sich alle gut unterhalten können. Sie eignen sich besonders für größere Hochzeiten und lassen sich nach Freundeskreisen und Familien gruppieren. Das Brautpaar sitzt an einem eigenen Tisch oder an einer kleinen Brauttafel mit gutem Blick in den Raum.

U-förmige Tafel

Bei der U-Form sitzt das Brautpaar in der Mitte der Querseite, die Gäste entlang der beiden Längsseiten. Alle haben gute Sicht auf das Brautpaar und auf Reden oder Programmpunkte in der Mitte. Ideal für mittlere Gesellschaften bis etwa 60 Personen.

T-förmige Tafel

Bei der T-Form bildet die Brauttafel den Querbalken, eine lange Tafel schließt in der Mitte an. Das wirkt festlich und passt gut in längliche Räume. Der Nachteil: Gäste am Ende der langen Tafel sitzen weit vom Brautpaar entfernt.

Lange Tafeln

Mehrere parallele lange Tafeln wirken modern und gemeinschaftlich, ähnlich wie bei einem Festbankett. Sie bieten Platz für viele Gäste und lassen sich schön mit Tischläufern und Kerzen dekorieren.

Wer sitzt wo an der Brauttafel?

Die Brauttafel sollte von überall im Raum gut einsehbar sein. Der Etikette nach sitzt das Brautpaar in der Mitte, daneben die Eltern und die Trauzeugen. Die Familie der Braut sitzt traditionell auf ihrer Seite, die des Bräutigams auf seiner. An einer langen Tafel folgen Großeltern, Geschwister und, falls eingeladen, die Person, die euch getraut hat.

Diese Ordnung ist eine Orientierung, kein Gesetz. Viele Paare sitzen heute lieber allein an einem kleinen Sweetheart Table oder mitten unter ihren Freunden. Tipps für den fertigen Plan findet ihr in unserem Beitrag "Von der Gästeliste zum perfekten Sitzplan".

Der Ablauf an der Hochzeitstafel

Nach der Trauung gibt es meist eine Agape oder einen Sektempfang mit Fingerfood vor Kirche, Standesamt oder Location. Finden Trauung und Feier am selben Ort statt, verabschieden sich danach die Gäste, die nur zum Empfang geladen waren, und die Hochzeitsgesellschaft nimmt an der festlich gedeckten Tafel Platz. Andernfalls geht es gemeinsam weiter zur Feierlocation.

Ist nach der Trauung ein Fotoshooting geplant, sollten die Gäste an der Location mit Getränken und, je nach Tageszeit, Kaffee und Kuchen versorgt werden. Egal wie lange das Shooting dauert: Das Essen beginnt erst, wenn das Brautpaar da ist.

  • Reden: Zwischen den Gängen oder nach dem Essen halten traditionell Brautvater und Trauzeugen ihre Reden, heute oft auch Mütter, Geschwister oder das Brautpaar selbst.
  • Spiele: Hochzeitsspiele lockern die Stimmung und bringen Gäste ins Gespräch, die einander noch nicht kennen.
  • Eröffnungstanz: Nach dem Dessert eröffnet das Brautpaar mit dem Hochzeitstanz die Tanzfläche.
  • Torte: Wann ihr die Hochzeitstorte anschneidet, entscheidet ihr selbst, beliebt ist der Zeitpunkt vor dem Mitternachtssnack.

Passende Räume für jede Tischform findet ihr bei unseren Hochzeitslocations, und einen Gesamtüberblick über alle Planungsschritte in der Hochzeits-Checkliste.

Bildergalerie

Häufige Fragen

Wer sitzt traditionell neben dem Brautpaar?

Traditionell die Eltern und die Trauzeugen, die Familie der Braut auf ihrer Seite und die des Bräutigams auf seiner. Heute ist diese Ordnung flexibel.

Welche Tischform ist bei einer Hochzeit am besten?

Runde Tische sind gesellig und flexibel bei vielen Gästen, U- und T-Formen geben allen gute Sicht aufs Brautpaar. Oft entscheidet der Raum der Location.

Wann beginnt das Hochzeitsessen?

Erst wenn das Brautpaar anwesend ist, auch wenn das Fotoshooting länger dauert. Die Gäste sollten in der Wartezeit mit Getränken und Snacks versorgt sein.

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