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Mode und Beauty

Heiraten im Brautdirndl: So gelingt der stilechte Trachtenlook

Ein Brautdirndl verbindet Tradition mit modernem Stil. Worauf es bei Stoff, Schnitt und Accessoires ankommt und was der Bräutigam zur Tracht trägt.

Redaktion Hochzeit Brautinfo3 Min. Lesezeit

Heiraten im Brautdirndl: So gelingt der stilechte Trachtenlook

Ein Hochzeitsdirndl passt fast immer

Der britischen Designerin Vivienne Westwood, die viele Jahre in Wien unterrichtet hat, wird ein berühmter Satz zugeschrieben: Würde jede Frau ein Dirndl tragen, gäbe es keine Hässlichkeit mehr. Ganz so absolut muss man es nicht sehen, ein wahrer Kern steckt aber darin. Kaum ein festliches Kleid ist so wandelbar wie ein gut sitzendes Brautdirndl. Je nach Schnitt und Schnürung betont es die Taille, setzt das Dekolleté in Szene oder umspielt Stellen, die ihr lieber dezent halten möchtet.

Aus edlen Materialien, mit durchdachtem Schnitt und harmonischen Farben ist ein Hochzeitsdirndl weit mehr als ein Brautkleid mit regionalem Touch. Festliche Tracht gilt in Österreich bei feierlichen Anlässen als vollwertige Abendgarderobe und ist damit am Standesamt, in der Kirche und bei der freien Trauung gleichermaßen passend.

Stoffe, Farben und Längen

Trachtenkleidung lässt euch viel Gestaltungsspielraum: kurz oder lang, weiß oder farbig, gemustert oder uni, schlicht oder aufwendig bestickt. Die aktuelle Trachtenmode verbindet Tradition mit modernen Stilelementen. Besonders beliebt sind bei Brautdirndln:

  • Seide und Seidentaft für einen edlen Glanz und einen schönen Fall des Rocks
  • Brokat und Jacquard mit eingewebten Mustern für ein festliches, traditionelles Bild
  • Leinen und Baumwolle für Sommerhochzeiten im Freien oder auf der Alm
  • Samt als warme Alternative für Herbst- und Winterhochzeiten

Bei der Farbe ist Weiß längst nicht mehr Pflicht. Creme, Champagner, zartes Rosé, Salbeigrün oder klassisches Trachtenblau wirken ebenso festlich. Bei der Länge haben sich drei Varianten bewährt: das kurze Dirndl knapp unter dem Knie, die Midilänge bis zur Wade und das bodenlange Brautdirndl, das einem klassischen Brautkleid am nächsten kommt.

Bluse und Schürze richtig wählen

Die Dirndlbluse prägt den Look stärker, als viele denken. Eine Bluse mit Spitze und Puffärmeln wirkt romantisch, eine schlichte Bluse mit kleinem Kragen eher elegant und klar. Bei langen Ärmeln aus Spitze entsteht ein Hauch von klassischem Brautkleid.

Auch die Schürze ist ein wichtiges Gestaltungselement, etwa aus Seide, Spitze oder Organza. Nach verbreitetem Brauch zeigt die Position der Masche den Familienstand: Links gebunden steht sie für ledig, rechts für vergeben oder verheiratet. Viele Bräute binden die Masche daher bewusst rechts oder wechseln nach der Trauung die Seite, was ein netter Moment für die Hochzeitsfotos sein kann.

Trachtige Accessoires

Ketten und Ringe zum Dirndl dürfen ruhig etwas auffälliger sein. Ein einfaches Dirndl lässt sich mit den passenden Accessoires schnell in ein stilvolles Hochzeitsdirndl verwandeln. Einige Ideen:

  • ein Schleier oder Kopfschmuck aus Spitze
  • ein kleiner Brautbeutel aus dem Stoff des Dirndls
  • frische Blumen oder ein Blumenkranz im Haar
  • ein Kropfband mit Perlen oder Granat
  • ein Trachtentuch oder eine Strickjacke für kühlere Abende

Mindestens so wichtig ist die passende Dirndl-Unterwäsche: Ein gut sitzender Dirndl-BH sorgt für Halt und bringt das Dekolleté schön zur Geltung. Plant ihn bereits für die Anproben ein, damit das Dirndl am Hochzeitstag genauso sitzt wie im Geschäft. Für die Schuhe eignen sich Ballerinas, Pumps mit Blockabsatz oder elegante Trachtenschuhe, in denen ihr auch stundenlang tanzen könnt.

Was trägt der Bräutigam zur Tracht?

Damit ihr als Paar ein stimmiges Bild abgebt, sollte der Bräutigam ebenfalls zur Tracht greifen. Klassische Varianten sind:

  • ein Trachtenanzug aus Loden oder Schurwolle mit Stehkragen
  • eine Lederhose in Knie- oder Kniebundlänge mit Trachtenhemd, Gilet und Janker
  • Haferlschuhe und Trachtenstutzen als stilechter Abschluss

Schön wirkt es, wenn sich eine Farbe aus dem Brautdirndl im Gilet, in der Krawatte oder im Anstecker des Bräutigams wiederfindet. Passende Ausstatter findet ihr unter Herrenmode und Bräutigam-Anzüge, Brautdirndl und Brautkleider unter Brautmode und Brautkleider.

Tipps für die Planung

Ein maßgeschneidertes Brautdirndl braucht je nach Atelier mehrere Monate Vorlaufzeit. Rechnet mit sechs bis neun Monaten, wenn das Dirndl individuell gefertigt wird. Für ein fertiges Modell aus dem Trachtengeschäft reichen oft drei bis vier Monate, inklusive Änderungen. Je nach Stoff und Verarbeitung bewegt sich ein Brautdirndl in Österreich grob zwischen 500 und 2.500 Euro, aufwendige Maßanfertigungen können darüber liegen. Ein Vorteil: Anders als viele Brautkleider lässt sich ein Dirndl auch nach der Hochzeit noch zu festlichen Anlässen tragen.

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Häufige Fragen

Welche Farbe sollte ein Brautdirndl haben?

Weiß, Creme und Champagner sind klassisch, aber keine Pflicht. Auch zartes Rosé, Salbeigrün oder Trachtenblau wirken festlich und passen gut zu einer Trachtenhochzeit.

Auf welcher Seite bindet die Braut die Dirndlschürze?

Nach verbreitetem Brauch steht die Masche rechts für vergeben oder verheiratet, links für ledig. Viele Bräute binden sie daher rechts oder wechseln nach der Trauung die Seite.

Was kostet ein Brautdirndl in Österreich?

Je nach Stoff und Verarbeitung liegen Brautdirndl grob zwischen 500 und 2.500 Euro. Maßanfertigungen aus Seide oder mit Handstickerei können auch mehr kosten.

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