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Gut gekleidet zur Hochzeit: Kleidungstipps für Hochzeitsgäste
Zur Hochzeit eingeladen und unsicher beim Outfit? Mit diesen Tipps zu Dresscode, Farben, Länge und Schuhen seid ihr als Hochzeitsgäste passend gekleidet.
Redaktion Hochzeit Brautinfo3 Min. Lesezeit

Hurra, ihr seid zur Hochzeit eingeladen! Doch dann kommt die große Frage: Was ziehen wir an? Der erste Blick gilt der Einladung. Viele Brautpaare erleichtern ihren Gästen die Entscheidung und geben dort bereits einen Dresscode an. Ein formeller „White Tie“ mit Frack und Ballkleid ist bei Hochzeiten in Österreich die große Ausnahme, häufiger liest man Begriffe wie „festlich“, „Cocktail“, „Tracht erwünscht“ oder „sommerlich elegant“.
Steht nichts Konkretes in der Einladung, lohnt es sich, zwischen den Zeilen zu lesen: Wortwahl und Gestaltung der Einladung, das Ambiente der Location und die Jahreszeit verraten viel darüber, welche Garderobe passt.
Die wichtigsten Dresscodes im Überblick
- Black Tie: Smoking für die Herren, bodenlanges Abendkleid oder sehr elegantes Cocktailkleid für die Damen.
- Festlich oder festliche Abendgarderobe: dunkler Anzug mit Krawatte, für Damen ein langes Kleid oder ein elegantes Cocktailkleid.
- Cocktail: Anzug, Krawatte optional, für Damen knie- bis wadenlange Kleider oder ein eleganter Hosenanzug.
- Tracht erwünscht: festliches Dirndl, Trachtenanzug oder Lederhose mit Janker.
- Smart Casual oder sommerlich leger: Chino mit Sakko, leichte Sommerkleider, gerne in hellen Farben.
Weiß trägt nur die Braut
Die Braut steht im Mittelpunkt, und die Gäste sollten ihr keinesfalls die Show stehlen. Weiß, Ivory und Creme sind an diesem Tag ausschließlich der Braut vorbehalten. Eine Ausnahme gibt es nur, wenn das Brautpaar ausdrücklich ein Motto wie „Black and White“ oder „All White“ wählt. Auch sehr helle Pastelltöne, die auf Fotos fast weiß wirken, sind besser zu meiden.
Lange galt Schwarz für Damen als Tabufarbe. Heute ist das „kleine Schwarze“ gerade für Abendempfänge durchaus angemessen, vor allem mit stimmigen Accessoires, die die dunkle Farbe etwas auflockern. Bei einer Trauung am Vormittag oder einem ländlichen Fest wirken hellere, frische Farben allerdings meist passender.
Kurz oder lang?
Niemand sollte besser angezogen sein als das Brautpaar, trotzdem gilt: lieber etwas zu elegant als zu lässig. Wenn in der Einladung von „festlicher Abendgarderobe“ die Rede ist, seid ihr mit dunklem Anzug und langem Kleid auf der sicheren Seite. Ob ein langes oder ein kurzes Kleid passt, hängt vom gesamten Rahmen ab. Eine Hochzeit im Schloss verlangt ein anderes Outfit als eine lockere Feier am See.
Wenn ihr euch gar nicht sicher seid, fragt ruhig beim Brautpaar oder bei den Trauzeugen nach. Das ist kein Fauxpas, sondern zeigt, dass ihr euch Gedanken macht und euch die Wünsche des Paares wichtig sind.
Wie viel Haut ist angemessen?
Sehr kurze Röcke und tiefe Ausschnitte sind auf Hochzeiten fehl am Platz. Als Gäste respektiert ihr außerdem religiöse Gepflogenheiten: In der Kirche gilt eine dezente Kleiderwahl als angemessen, nackte Schultern und Oberarme bedeckt ihr am besten mit einem Bolero, einer Stola oder einem leichten Blazer. Nach der Zeremonie kann die Stola dann wieder in der Tasche verschwinden.
Für die Herren: der dunkle Anzug als Klassiker
Herren haben es bei der Kleiderwahl etwas leichter: Mit einem gut sitzenden, dunklen Anzug in Dunkelblau, Anthrazit oder Grau liegen sie fast immer richtig. Wichtig sind ein gebügeltes Hemd, eine dezente Krawatte oder Fliege, geputzte Lederschuhe und dunkle Socken, die lang genug sind. Im Sommer sind leichtere Stoffe wie Leinenmischungen oder hellere Grau- und Beigetöne eine gute Wahl. Schwarz bleibt eher dem Abend vorbehalten und sollte den Bräutigam nicht kopieren, falls dieser schwarz trägt.
Besser nicht: Stilettos beim Gartenfest
Gerade im Sommer feiern viele Brautpaare unter freiem Himmel, etwa im Garten eines Landgasthofs oder auf einer Wiese. Dann solltet ihr Kleid und vor allem Schuhe gut überlegen: Auf Kopfsteinpflaster und Rasen bleiben dünne Absätze leicht stecken. Blockabsätze, Keilabsätze oder elegante flache Schuhe sind hier die bessere Wahl. Auch bodenlange Abendroben wirken bei einer rustikalen Gartenparty schnell fehl am Platz, ein luftiges Midikleid passt meist besser.
Kleine Checkliste für Hochzeitsgäste
- Dresscode und Uhrzeit der Feier in der Einladung prüfen
- Location und Untergrund bedenken (Kirche, Schloss, Wiese, Berghütte)
- Für kühle Abende eine Jacke oder ein Tuch einpacken
- Bequeme Ersatzschuhe für die Tanzfläche mitnehmen
- Outfit vorher einmal komplett anprobieren, inklusive Schuhen und Accessoires
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Bildergalerie
Häufige Fragen
Was sollte man als Hochzeitsgast nicht anziehen?
Weiß, Ivory und Creme sind der Braut vorbehalten. Außerdem sind sehr kurze Röcke, tiefe Ausschnitte und zu legere Kleidung wie Jeans oder Sneakers meist unpassend, sofern das Brautpaar nichts anderes vorgibt.
Darf man als Gast schwarz auf eine Hochzeit gehen?
Ja, vor allem bei Abendhochzeiten ist Schwarz heute üblich. Mit farbigen Accessoires wirkt der Look festlicher; bei Feiern am Tag oder auf dem Land sind hellere Farben oft stimmiger.
Was bedeutet festliche Kleidung bei einer Hochzeit?
Für Herren ist ein dunkler Anzug mit Krawatte richtig, für Damen ein langes Kleid oder ein elegantes Cocktailkleid. Im Zweifel lieber etwas eleganter als zu leger.


