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Mode und Beauty

Für die Hochzeit auf Diät? Besser gut essen, ein Leben lang

Crashdiäten vor der Hochzeit bringen meist mehr Stress als Erfolg. Mit diesen alltagstauglichen Ernährungstipps fühlt ihr euch fit und wohl, nicht nur am großen Tag.

Redaktion Hochzeit Brautinfo3 Min. Lesezeit

Für die Hochzeit auf Diät? Besser gut essen, ein Leben lang, Bild 1

Brautkleider gibt es in allen Größen, und mit gutem Styling und einer fachkundigen Beratung sieht jede Braut in ihrem Kleid großartig aus. Trotzdem nehmen viele Paare die Hochzeit zum Anlass, ihren Lebensstil zu überdenken. Heiraten ist ein Neubeginn, und für manche ist das Motivation genug, sich gesünder zu ernähren und vielleicht ein paar Kilo abzunehmen. Wichtig ist dabei: Es geht ums Wohlfühlen, nicht um eine Zahl auf der Waage.

Warum Crashdiäten wenig bringen

Die Monate vor der Hochzeit sind für viele Paare ohnehin intensiv. Es gibt viel zu planen, zu organisieren und zu entscheiden. Das alles mit knurrendem Magen bewältigen zu wollen, erhöht den Stress zusätzlich und führt bei vielen Menschen erst recht zu Heißhungerattacken. Wird eine strenge Diät nach der Hochzeit beendet, kommen die verlorenen Kilos häufig schnell zurück, oft sogar mit Zuschlag. Dieser Jojo-Effekt lässt sich vermeiden, wenn ihr eure Ernährung nicht radikal, sondern Schritt für Schritt umstellt.

Gesunde Trinkgewohnheiten

Der erste Schritt ist bekannt, aber wirksam: Trinkt ausreichend, für Erwachsene werden in der Regel rund 1,5 Liter pro Tag empfohlen, bei Hitze und Sport entsprechend mehr. Am besten eignen sich Wasser, Mineralwasser und ungesüßter Tee.

Zurückhaltung lohnt sich bei Softdrinks, unverdünnten Fruchtsäften und Alkohol. Alkohol liefert viele Kalorien, regt den Appetit an und kann den Schlaf verschlechtern. Bedenkt auch: Ein großer Milchkaffee ist eher eine kleine Mahlzeit als ein Getränk. Ähnliches gilt für Smoothies. Diese können Teil einer ausgewogenen Ernährung sein, sollten aber als Mahlzeit oder Jause gelten und nicht zusätzlich nebenbei getrunken werden.

Regelmäßige Mahlzeiten

Ein fester Rhythmus mit Frühstück, Mittag- und Abendessen hilft vielen Menschen, Heißhunger zu vermeiden. Wenn ihr zwischendurch hungrig werdet, greift zu Obst, Gemüse, einer Handvoll Nüsse oder Naturjoghurt als Vormittags- oder Nachmittagsjause. Süßigkeiten als Zwischenmahlzeit lassen den Blutzuckerspiegel schnell steigen und wieder fallen, und der nächste Hunger kommt meist bald.

Auch das Knabbern nebenbei, etwa vor dem Fernseher oder beim gemütlichen Zusammensitzen, summiert sich schnell. Das heißt nicht, dass Genuss verboten ist: Plant ihn bewusst ein, statt nebenbei zu naschen.

Auf den eigenen Hunger hören

Esst, wenn ihr hungrig seid, und hört auf, wenn ihr satt seid. Viele Menschen haben im hektischen Alltag das Gespür für Hunger und Sättigung ein Stück weit verloren. Esst daher bewusst und in Ruhe und lasst euch dabei nicht von Handy, Zeitung oder Fernseher ablenken. Nehmt euch Zeit für die Mittagspause, statt nebenbei am Computer zu essen. Und wenn der Hunger gestillt, der Teller aber noch nicht leer ist, darf der Rest ruhig übrig bleiben oder für später eingepackt werden.

Ausgewogen statt einseitig

Ernährungsweisen, die langfristig funktionieren, haben meist einiges gemeinsam:

  • Viel Gemüse und Hülsenfrüchte als Basis, dazu Obst in Maßen
  • Vollkornprodukte statt Weißmehl, sie sättigen länger
  • Eiweiß aus magerem Fleisch, Fisch, Eiern, Milchprodukten oder pflanzlichen Quellen wie Linsen und Tofu
  • Hochwertige Fette wie Raps- oder Olivenöl, Nüsse und Samen in kleinen Mengen
  • Wenig Zucker, stark verarbeitete Lebensmittel und Alkohol

Einseitige Diäten, die ganze Lebensmittelgruppen streichen, sind auf Dauer schwer durchzuhalten. Ausgewogene Mahlzeiten, die satt machen und schmecken, sind die bessere Grundlage.

Bewegung und Schlaf nicht vergessen

Ernährung ist nur ein Teil. Regelmäßige Bewegung, etwa Spaziergänge, Radfahren, Schwimmen oder ein gemeinsamer Tanzkurs für den Hochzeitstanz, tut Körper und Kopf gut und baut Stress ab. Ebenso wichtig ist ausreichend Schlaf, denn Müdigkeit verstärkt bei vielen Menschen den Appetit auf Süßes. Eine gute Planung hilft, den Stress in Grenzen zu halten, etwa mit unserer Checkliste für die Hochzeitsplanung.

Kleine Schritte, die bleiben

Ändert eure Gewohnheiten in kleinen Schritten und bleibt dran. Ausnahmen sind erlaubt, entscheidend ist, was ihr im Alltag überwiegend tut. Der Hochzeitstermin kann ein schönes Ziel sein, die neuen Gewohnheiten sollen aber auch danach bleiben. Und wenn die Waage sich langsamer bewegt als erhofft: Euer Gegenüber heiratet euch so, wie ihr seid.

Wichtig: Wenn ihr deutlich abnehmen möchtet, Vorerkrankungen habt oder unsicher seid, lasst euch von einer Ärztin, einem Arzt oder einer Diätologin bzw. einem Diätologen beraten. Und für das Brautkleid gilt: Bestellt es in der aktuellen Größe. Ein Kleid enger zu machen ist bei den letzten Anproben meist problemlos möglich.

Häufige Fragen

Wann sollte man vor der Hochzeit mit dem Abnehmen beginnen?

Am besten mehrere Monate vorher, damit eine langsame, nachhaltige Umstellung möglich ist. Crashdiäten kurz vor der Hochzeit erhöhen den Stress und führen oft zum Jojo-Effekt.

Sollte man das Brautkleid eine Größe kleiner kaufen?

Nein, das Kleid sollte in der aktuellen Größe bestellt werden. Enger machen ist bei den letzten Anproben meist einfach, ein zu kleines Kleid lässt sich dagegen oft kaum weiten.

Wie viel sollte man täglich trinken?

Für Erwachsene werden in der Regel rund 1,5 Liter pro Tag empfohlen, bei Hitze und Sport mehr. Ideal sind Wasser und ungesüßter Tee.

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