Mode und Beauty
Etwas Blaues: Bräuche und Geheimnisse rund um das Strumpfband
Werfen, versteigern oder einfach als kleines Geheimnis tragen: Alles über das Strumpfband der Braut und schöne Alternativen für „etwas Blaues“.
Redaktion Hochzeit Brautinfo3 Min. Lesezeit

„Etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes und etwas Blaues“: Dieser Brauch aus dem englischsprachigen Raum ist längst auch bei österreichischen Hochzeiten angekommen. Das Blaue steht dabei traditionell für Treue. Ein Accessoire, das ihn besonders charmant erfüllt, ist das Strumpfband. Klassisch aus weißer Spitze mit einer kleinen blauen Schleife, ist es oft gleichzeitig „etwas Blaues“ und „etwas Neues“. Und das kleine Geheimnis unter dem Brautkleid wird im Laufe der Feier meist früher oder später gelüftet.
Das passende Strumpfband finden
Ihr habt lange nach dem richtigen Brautkleid gesucht und wollt euch auch beim Strumpfband nicht mit einem Standardmodell zufriedengeben? Die Auswahl ist groß:
- Zarte Spitze in Weiß, Ivory oder Hellblau, wobei hellblaue Spitze das Motto „etwas Blaues“ noch betont
- Satin- oder Seidenbänder mit kleinen Perlen, Strass oder Stickerei
- Personalisierte Strumpfbänder mit Initialen oder dem Hochzeitsdatum
- Zwei kombinierte Bänder: eines zum Werfen, eines zum Behalten
Wenn ihr das Strumpfband den ganzen Tag tragen möchtet, achtet darauf, dass es gut sitzt, nicht rutscht und nicht einschnürt. Wie bei guten Dessous sollte die Braut im Idealfall gar nicht merken, dass es da ist. Probiert es vorher einige Stunden aus. Ob rechts oder links getragen, bleibt übrigens euch überlassen, ebenso die Höhe am Oberschenkel.
Das Strumpfband werfen
Als Gegenstück zum Brautstraußwerfen hat sich das Werfen des Strumpfbands als Hochzeitsbrauch etabliert. Der Bräutigam nimmt seiner frisch Angetrauten das Band vom Bein, je nach Paar mit mehr oder weniger Augenzwinkern, aber immer so, dass sich die Braut wohlfühlt. Dann wirft er es in die Gruppe der unverheirateten Gäste. Wer es fängt, so heißt es, steht als Nächstes vor dem Traualtar. Ob mit der Person, die den Brautstrauß gefangen hat, bleibt abzuwarten.
Wichtig: Sprecht vorher ab, ob und wie ihr den Brauch umsetzen wollt. Nicht jedes Paar und nicht jede Hochzeitsgesellschaft mag ihn, und das ist völlig in Ordnung.
Das Strumpfband versteigern
In Österreich besonders beliebt: Statt es zu werfen, wird das Strumpfband zugunsten der Hochzeitskasse versteigert. Die Versteigerung übernimmt meist ein Trauzeuge oder ein guter Freund mit Charme und Schmäh, der für Stimmung sorgt und die Gebote in die Höhe treibt. Oft ist das Ganze mit einem kleinen Spiel verbunden, etwa wenn die Braut das Band so lange hochschieben lässt, wie geboten wird, und der Bräutigam mit Gegengeboten dagegenhält. Viele Paare legen die Versteigerung in die späteren Abendstunden, wenn die Stimmung am ausgelassensten ist.
Das zweite Strumpfband
Und was bleibt für die Hochzeitsnacht, wenn das Strumpfband geworfen oder versteigert wurde? Ein schlauer Trick ist ein zweites Band, das ihr beim kurzen Frischmachen gegen Ende der Feier überstreift. Es muss kein Zwilling des ersten sein: Unter einem blickdichten Kleid kann es ruhig ein Modell in Bordeauxrot oder Gold sein, das macht die Überraschung umso größer.
Blaue Alternativen
Ihr möchtet die Tradition aufgreifen, aber nicht unbedingt mit einem Strumpfband? Blaue Details lassen sich überall einbauen:
- Eine blaue Stickerei im Saum oder Futter des Brautkleids, etwa euer Hochzeitsdatum
- Blaue Blüten im Brautstrauß, zum Beispiel Disteln, Kornblumen, Vergissmeinnicht oder Hortensien, oder ein blaues Band um die Stiele
- Ein blauer Schmuckstein im Brautschmuck oder in den Ohrringen
- Blaue Brautschuhe oder eine blaue Schuhsohle
- Blaue Akzente in der Deko oder blaue Cupcakes auf dem Sweet Table
- Für den Bräutigam: blaue Socken, Manschettenknöpfe oder eine blaue Krawatte
Wer den Brautstrauß mit blauen Blüten plant, bespricht das am besten frühzeitig mit einem Profi für Floristik und Brautstrauß.
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Häufige Fragen
Was bedeutet etwas Blaues bei der Hochzeit?
Der Brauch stammt aus dem englischsprachigen Raum: Die Braut trägt etwas Altes, Neues, Geliehenes und Blaues. Blau steht dabei für Treue.
Auf welchem Bein trägt die Braut das Strumpfband?
Dafür gibt es keine feste Regel. Die Braut kann das Strumpfband rechts oder links tragen, je nachdem, was bequemer ist.
Wie läuft die Strumpfbandversteigerung ab?
Meist übernimmt ein Trauzeuge die Moderation, die Gäste bieten für das Strumpfband, und der Erlös geht in die Hochzeitskasse. Oft hält der Bräutigam mit Gegengeboten dagegen.


