Mode und Beauty
Der passende Hochzeitsanzug: Schnittform und Körpertyp
Welcher Hochzeitsanzug passt zu welcher Statur? Tipps zu Schnitt, Farbe und Passform für kleinere und größere Bräutigame, plus Checkliste für den perfekten Sitz.
Redaktion Hochzeit Brautinfo3 Min. Lesezeit

Festlich, stilvoll und mit sichtlicher Freude an der Seite der Braut: So wünschen sich die meisten Paare den Auftritt des Bräutigams. Doch wie gelingt das? Ein Bräutigam, der weiß, was ihm steht, ist klar im Vorteil. Als erste und wichtigste Regel gilt: Er soll sich in seiner Kleidung wohlfühlen, sich natürlich bewegen können und sich gut gekleidet, aber nicht verkleidet vorkommen.
Ausgewogene Proportionen
Der Hochzeitsanzug sollte zur Persönlichkeit des Bräutigams passen und seine natürliche Ausstrahlung unterstützen. Dazu gehört, dass der Schnitt auf die Statur abgestimmt ist. Ober- und Unterkörper sollen in ausgewogenem Verhältnis erscheinen, damit ein stimmiges Gesamtbild entsteht. Ein guter Herrenausstatter erkennt schnell, welche Schnitte die Figur vorteilhaft betonen.
Schnittformen für kleinere Männer
Kleineren Männern stehen kürzere Sakkos, die körpernah und tailliert geschnitten sind. Je breiter die Schultern im Verhältnis zur Taille sind, desto taillierter darf der Schnitt ausfallen. Ein Einreiher mit einem oder zwei Knöpfen und schmalem Revers streckt optisch, ebenso feine Längsstreifen. Ton in Ton kombinierte Hose und Sakko lassen die Silhouette länger wirken als starke Kontraste.
Bei kleinen, kräftigeren Männern wirken dunkle Anzug- und Westenfarben wie Dunkelblau oder Anthrazit meist vorteilhafter als Hellgrau, Beige oder Braun. Das Sakko sollte gerade geschnitten sein und locker fallen. Westen passen zu fast jeder Figur und kaschieren ein kleines Bäuchlein sehr gut.
Schnittformen für große Männer
Je größer der Bräutigam, desto länger darf das Sakko sein. Großen Männern stehen daher Gehröcke und Cuts besonders gut. Große, schlanke Männer können auch voluminösere, auffällige Stoffe wie Samt oder Brokat tragen. Farbakzente durch unterschiedliche Stoffe, Kummerbund oder Plastron kommen hier gut zur Geltung, ebenso ein Zweireiher, der dem Oberkörper mehr Breite gibt.
Für große, kräftige Männer ist eine Anzugweste ein echter Gewinn. Glänzende Stoffe tragen auf und wirken eher unvorteilhaft, matte Wollstoffe und eine gerade, nicht zu enge Hose sind die bessere Wahl.
So sitzt der Hochzeitsanzug richtig
Bei der Anprobe hilft diese Checkliste, den Sitz zu prüfen:
- Hosenlänge: Vorne liegt die Hose mit einem kleinen Knick auf dem Schuh auf, hinten reicht sie etwa bis zur Oberkante des Absatzes. Nehmt deshalb die Hochzeitsschuhe zur Anprobe mit.
- Sakko schließen: Das Sakko lässt sich leicht schließen, ohne dass der Knopf spannt oder sich Falten in X-Form bilden.
- Weite: Zwischen Sakko und Körper sollte im geschlossenen Zustand etwa eine flache Hand Platz haben.
- Sakkolänge: Bei locker hängenden Armen endet das Sakko klassisch etwa auf Höhe der Daumenmitte und bedeckt das Gesäß.
- Ärmellänge: Die Ärmel enden am Handgelenk, sodass die Hemdmanschetten etwa einen Zentimeter hervorschauen.
- Revers und Schultern: Das Revers liegt flach auf der Brust, die Schulternaht endet genau an der Schulterkante. Auf der Rückseite dürfen sich im entspannten Stand keine Querfalten bilden.
- Kragen: Der Hemdkragen schaut im Nacken etwa einen Zentimeter über dem Sakkokragen hervor. Probiert das Sakko deshalb immer mit Hemd an.
Zeitplan und Änderungen
Für einen Anzug von der Stange solltet ihr etwa zwei bis drei Monate vor der Hochzeit mit der Suche beginnen, für Maßkonfektion oder Maßanfertigung eher vier bis sechs Monate. Plant in jedem Fall eine letzte Anprobe zwei bis drei Wochen vor dem Fest ein, damit kleine Änderungen noch rechtzeitig erledigt werden können. Beratung und Auswahl findet ihr bei unseren Partnern für Herrenmode und Bräutigam-Anzüge. Einen Überblick über alle Vorbereitungen bietet unsere Checkliste zur Hochzeitsplanung.
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Häufige Fragen
Welcher Anzug steht kleinen Männern?
Kleineren Männern stehen kürzere, taillierte Sakkos mit schmalem Revers und Anzüge Ton in Ton, die die Silhouette strecken. Dunkle Farben wirken bei kräftigerer Statur besonders vorteilhaft.
Wie lang muss die Anzughose sein?
Vorne liegt die Hose mit einem kleinen Knick auf dem Schuh auf, hinten reicht sie etwa bis zur Oberkante des Absatzes. Daher sollten die Hochzeitsschuhe zur Anprobe mitgenommen werden.
Wann sollte der Bräutigam seinen Anzug kaufen?
Für Anzüge von der Stange reichen meist zwei bis drei Monate Vorlauf, bei Maßanfertigung eher vier bis sechs Monate. Die letzte Anprobe erfolgt idealerweise zwei bis drei Wochen vor der Hochzeit.


