Flitterwochen
Hochzeitsreise nach Bali: Tempel, Reisterrassen und Traumstrände
Strände, Sonnenuntergänge und geheimnisvolle Tempel: Unser Reisebericht zeigt, wie ihr auf Bali Entspannung, Kultur und Abenteuer zu perfekten Flitterwochen verbindet.
Redaktion Hochzeit Brautinfo4 Min. Lesezeit

Romantische Sonnenuntergänge, schöne Hotels, Traumstrände, exotische Küche und üppige tropische Vegetation: Das allein reicht schon, um Fernweh zu wecken. Doch Bali bietet noch viel mehr. Eindrucksvolle Tempel laden ein, die faszinierende balinesische Götterwelt zu erkunden. Die Künstlerstadt Ubud im Inselinneren ist bekannt für ihr Kunsthandwerk, und Reisterrassen und Vulkankegel bilden eine abwechslungsreiche Kulisse für euren Honeymoon. Wer es abenteuerlich mag, findet im Landesinneren Flüsse zum Rafting und Canyoning.
Entspannung, Kultur und Abenteuer in einer Reise
Für unsere Bali-Reise haben wir uns bewusst für genau diesen Mix entschieden. Den ersten Tag verbrachten wir zum Ankommen in einem Hotel in Nusa Dua im Süden der Insel. Gefrühstückt wurde auf einer Holzterrasse an einem Teich voller Lotusblüten, der Blick reichte über tropische Blumen bis zum Meer. Ein Südseetraum.
Unser erstes Ausflugsziel war der Meerestempel Tanah Lot. Wir hatten Glück, es war Ebbe, und gemeinsam mit einer Gruppe fröhlich plaudernder Einheimischer machten wir uns auf den Weg über den Strand. Der Tempel aus dunklem Gestein ragt eindrucksvoll auf einem Felsen aus dem Meer. Der Anstieg über die feuchten Stufen war in Flip-Flops eine echte Herausforderung.
Tipp: Tanah Lot ist bei Sonnenuntergang besonders stimmungsvoll, dann aber auch sehr gut besucht. Wer es ruhiger mag, kommt am Vormittag.
Durch Reisterrassen nach Ubud
Die Fahrt ging weiter durch Reisfelder und Kaffeeplantagen, vorbei an kleinen Dörfern und riesigen Banyanbäumen bis nach Ubud. An fast jeder Kreuzung liegen kleine Körbchen aus Palmblättern mit Blüten, Reis und Obst. Diese Opfergaben, Canang Sari genannt, sind für die unzähligen Geister und Götter bestimmt, die die spirituelle Welt der Balinesen bevölkern.
Unser Hotel lag am Rand einer Schlucht. Vom schattigen Pool aus genossen wir die Aussicht und lauschten den Affen und tropischen Vögeln, die sich in den ausladenden Baumkronen verstecken.
Tempeltanz und Cocktails in Ubud
Am Abend besuchten wir eine Aufführung traditioneller balinesischer Tempeltänze mit Originalkostümen und klingender Gamelan-Musik. Spätestens hier holte uns der Jetlag ein. Richtig munter wurden wir erst wieder auf der anderen Seite der reich verzierten Tempelmauer, bei Cocktails und Mango-Lassi in einem Café mit Blick auf einen Lotusteich.
Abgerundet haben wir unseren Aufenthalt in Ubud mit:
- einem Bummel über den lebhaften Markt,
- einem Spaziergang durch den Monkey Forest, der eher ein dichtes Wäldchen mit vielen frechen Affen ist,
- ausgiebigem Stöbern in den zahlreichen Läden für balinesische Kunst und Kunsthandwerk.
Tipp: Im Monkey Forest Sonnenbrillen, Schmuck und Essen gut verstauen. Die Affen sind neugierig und schnell.
Action und Spiritualität
Eine Rafting-Tour auf dem Ayung River sorgte für jede Menge Spaß und trotz des warmen Wassers für Erfrischung. Danach waren wir wieder bereit für weitere Tempelanlagen.
Ein Höhepunkt war der Tempel Pura Ulun Danu Bratan, der Seegöttin Dewi Danu geweiht. Er liegt romantisch in einem blühenden Garten direkt am Seeufer und scheint wie ein Floß auf dem Wasser zu treiben.
Die Nacht verbrachten wir im Norden der Insel, wo wir auf Kissen am schwarzen Lavastrand saßen und auf das immer dunkler werdende Meer hinausschauten.
Am frühen Morgen fuhren uns Fischer in traditionellen Auslegerbooten hinaus aufs spiegelglatte Meer, um Delfine zu beobachten. Unsere Geduld wurde belohnt: Die Tiere kamen ganz nah ans Boot, schwammen und sprangen um uns herum. Ein unvergessliches Erlebnis.
Weißer Sand und türkisblaues Meer in Sanur
Auf dem Rückweg in den Süden zogen noch einmal Reisterrassen und das Panorama der Vulkanberge an uns vorbei. Wir erkundeten Tempel, Märkte, Wasserfälle und Nelkenplantagen, bis wir am frühen Abend unser Hotel in Sanur erreichten.
Von unserem Bungalow waren es nur ein paar Schritte über sattgrünen Rasen bis zum weißen Sandstrand. Der Mond spiegelte sich im Meer, das Wasser war angenehm warm, und vor uns lag eine Woche zum Genießen: Spa, Tauchen und Schnorcheln im klaren Wasser und vor allem viel Zeit zu zweit.
Praktische Tipps für eure Hochzeitsreise nach Bali
Beste Reisezeit
Die Trockenzeit dauert ungefähr von April bis Oktober und gilt als ideale Reisezeit. In der Regenzeit von etwa November bis März regnet es meist in kräftigen, kurzen Schauern, dafür ist alles grüner und oft günstiger. Rund um Juli und August sowie zu Weihnachten ist die Insel besonders voll.
Anreise und Dauer
Von Wien aus fliegt ihr mit mindestens einem Umstieg, die Reisezeit liegt je nach Verbindung meist bei rund 16 bis 20 Stunden. Plant für eine Rundreise mit Badeverlängerung am besten zwei bis drei Wochen ein, damit sich der lange Flug lohnt und der Jetlag nicht die ersten Tage bestimmt.
Einreise und Dokumente
Euer Reisepass sollte bei der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein. Für Indonesien braucht ihr ein Visum, das derzeit online vorab oder bei Ankunft erhältlich ist, dazu kommt eine Tourismusabgabe für Bali. Da sich Bestimmungen ändern können, prüft die aktuellen Einreiseregeln rechtzeitig beim österreichischen Außenministerium. Und ganz wichtig: Bucht die Flüge auf den Namen, der in eurem Reisepass steht, auch wenn ihr nach der Hochzeit einen neuen Familiennamen tragt.
Route im Überblick
- Ankommen und Erholen im Süden, etwa in Nusa Dua
- Tempel Tanah Lot an der Westküste
- Kultur, Kunst und Reisterrassen rund um Ubud
- Rafting am Ayung River und Tempel Ulun Danu Bratan im Hochland
- Schwarze Strände und Delfine im Norden
- Badeverlängerung in Sanur oder an einem anderen Strand im Süden
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Häufige Fragen
Wann ist die beste Reisezeit für Flitterwochen auf Bali?
Am beliebtesten ist die Trockenzeit von etwa April bis Oktober. Mai, Juni und September gelten als besonders angenehm, weil das Wetter stabil und die Insel weniger voll ist als im Juli und August.
Wie lange sollte eine Hochzeitsreise nach Bali dauern?
Wegen der langen Anreise aus Österreich empfehlen sich mindestens zwei Wochen. So habt ihr Zeit für eine kleine Rundreise durch Ubud und das Hochland und noch einige ruhige Tage am Strand.
Brauchen Österreicher ein Visum für Bali?
Ja, für Indonesien ist derzeit ein Visum nötig, das online oder bei Ankunft erhältlich ist, dazu kommt eine Tourismusabgabe für Bali. Die aktuellen Regeln findet ihr beim österreichischen Außenministerium.


