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Feier und Location

Traditionen rund um die Hochzeitstorte: Bräuche und Mythen

Vom römischen Mandelkuchen bis zur Kaffeebohne in der Torte: die schönsten Bräuche rund um die Hochzeitstorte und den richtigen Zeitpunkt zum Anschneiden.

Redaktion Hochzeit Brautinfo3 Min. Lesezeit

Traditionen rund um die Hochzeitstorte: Bräuche und Mythen, Bild 1

Rund um die Hochzeitstorte ranken sich viele Mythen, Bräuche und Symbole. Im alten Rom wurde noch ein trockener Mandelkuchen über den Köpfen des Brautpaars zerbröselt, um den beiden Reichtum und Wohlstand zu wünschen. Heute krönen meist saftige Cupcakes und mehrstöckige Tortenträume das Hochzeitsbuffet.

Hoch hinaus: mehrstöckige Hochzeitstorten

Die Idee, Torte über Torte zu stapeln, kommt aus England. Dort brachten ursprünglich die Gäste Kuchen zur Feier mit, die übereinandergestapelt wurden. Je höher der Turm, desto angesehener war das Brautpaar.

Auch wenn der Tortenturm heute von der Konditorei kommt, hält sich ein Brauch: Das Brautpaar soll sich über die Torte hinweg küssen, ohne den Turm zu berühren oder ihn gar als Hochzeitshoppala zum Einsturz zu bringen. Der Kuss soll Glück, Wohlstand und reichen Kindersegen bringen.

Das Brautpaar auf der Torte

Zur klassischen Hochzeitstorte gehört für viele auch der Tortenaufsatz, der sogenannte Cake Topper. Früher thronte meist ein kleines Brautpaar aus Porzellan oder Zucker auf der obersten Etage, heute sind auch Schriftzüge mit euren Namen, Initialen, frische Blüten oder augenzwinkernde Figuren beliebt. Viele Paare heben den Aufsatz als Erinnerung auf.

Das Anschneiden der Torte

Angeschnitten wird die Hochzeitstorte traditionell von Braut und Bräutigam gemeinsam. Rund um diesen Moment gibt es einige Überlieferungen:

  • Die Hand oben: Wer seine Hand über die des anderen legt, soll dem Brauch nach auch in der Ehe die Führung übernehmen.
  • Das Messer: Zum Tortenmesser greift das Paar selbst, denn wer das Messer überreicht, soll Unglück haben.
  • Der erste Bissen: Als Zeichen, immer füreinander zu sorgen, füttern sich die beiden gegenseitig mit dem ersten Stück. Ob die Reihenfolge etwas über die Ehe verrät, hat bisher noch kein Orakel verraten.
  • Die oberste Etage: Laut Aberglauben darf sie nicht am Hochzeitstag gegessen werden, sonst droht dem Paar Unglück. Umgehen lässt sich das, indem die Torte erst nach Mitternacht angeschnitten wird.

Der richtige Zeitpunkt

Für den Ablauf der Feier ist das Anschneiden um Mitternacht allerdings oft ungünstig. Die Partystimmung auf der Tanzfläche bekommt durch die Unterbrechung einen Dämpfer, und Gäste, die früher aufbrechen, verpassen das Highlight. Wer die Torte zum Dessert verteilt, stellt sicher, dass jeder Gast zumindest ein kleines Stückerl bekommt. Und das bringt bekanntlich Glück.

Reicht ihr die Hochzeitstorte schon nachmittags zum Kaffee, genießen eure Gäste meist mehr als die schmale Anstandsschnitte. Schlagt dann beim Bestellen rund 50 Prozent der Gästezahl auf.

Die Tortenspitze als Extra

Die Abergläubischen unter euch können die oberste Etage am nächsten Tag zum Brunch servieren oder einfrieren und nach den Flitterwochen, am Kennenlerntag oder zum ersten Hochzeitstag genießen. Bittet eure Konditorei in diesem Fall, die oberste Etage klein, fein und gefriergeeignet zu gestalten.

Ist im Tiefkühler kein Platz, haltet kleine Kartonschachteln bereit und gebt euren Gästen übrig gebliebene Stücke als zusätzliches Gastgeschenk mit. Wegwerfen wäre für ein solches Meisterwerk viel zu schade.

Ein Brauch für Kaffeeliebhaber

Manche Brautpaare lassen zwei Kaffeebohnen in die Hochzeitstorte einbacken, eine geröstete und eine ungeröstete. Wer die geröstete Bohne findet, dem wird ein glückliches Eheleben vorhergesagt. Wer die grüne Bohne erwischt, ist am besten schon glücklich verheiratet, denn Singles beschert sie der Überlieferung nach ein ewiges Junggesellen- oder Junggesellinnenleben. Weist eure Gäste aber vorher auf die Bohnen hin, damit sich niemand daran verbeißt.

Eine Konditorei, die eure Wünsche rund um Etagen, Gefriertauglichkeit und kleine Überraschungen umsetzt, findet ihr bei unseren Anbietern für Hochzeitstorten.

Häufige Fragen

Wann wird die Hochzeitstorte angeschnitten?

Traditionell oft um Mitternacht, praktischer ist aber der Zeitpunkt zum Dessert oder zum Nachmittagskaffee. So bekommen alle Gäste ein Stück und die Party wird nicht unterbrochen.

Was bedeutet es, wer beim Tortenanschneiden die Hand oben hat?

Dem Brauch nach übernimmt die Person, deren Hand oben liegt, auch in der Ehe die Führung. Das ist natürlich mit einem Augenzwinkern zu verstehen.

Was macht man mit der obersten Etage der Hochzeitstorte?

Viele Paare frieren sie ein und essen sie zum ersten Hochzeitstag oder nach den Flitterwochen. Bittet die Konditorei dafür um eine gefriergeeignete Etage.

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