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Sekt oder Prosecco: Was prickelt schöner im Glas?

Prickelndes darf auf keiner Hochzeit fehlen. Doch worin unterscheiden sich Sekt, Prosecco, Champagner und Cava eigentlich? Die Antwort ist überraschender, als viele denken.

Redaktion Hochzeit Brautinfo3 Min. Lesezeit

Sekt oder Prosecco: Was prickelt schöner im Glas?, Bild 1

Prickelnde Getränke mit feinen Perlen im Glas gehören zu jeder Hochzeit, spätestens beim Anstoßen nach der Trauung. Doch worin liegt eigentlich der Unterschied zwischen Sekt und Prosecco? Die Antwort überrascht, denn durch unterschiedliche Herkunft und Herstellung sind sich die Getränke weniger ähnlich, als man denkt.

Schaumwein und Perlwein

Zuerst zu den Gemeinsamkeiten: Zu den Schaumweinen zählen Weine, bei denen in der Flasche ein Kohlensäure-Überdruck von mindestens 3 bar herrscht. Champagner, Sekt, Cava, Asti Spumante und Prosecco Spumante sind Schaumweine. Wegen des hohen Drucks werden sie mit einem Sektkorken und Drahtkorb verschlossen. Die Kohlensäure entsteht bei Schaumwein auf natürlichem Weg durch eine zweite Gärung, entweder in der Flasche oder im Tank.

Perlweine haben deutlich weniger Druck, meist zwischen 1 und 2,5 bar. Abgefüllt werden sie daher häufig mit Schraubverschluss oder einfachem Korken abgefüllt. Bei günstigen Perlweinen wird die Kohlensäure oft von außen zugesetzt.

Champagner, Sekt und Cava

Bei Champagner erfolgt die zweite Gärung immer in der Flasche, die sogenannte traditionelle Flaschengärung. Der Begriff Blanc de Noirs bezeichnet weißen Schaumwein aus roten Trauben, Blanc de Blancs wird ausschließlich aus weißen Trauben gekeltert. Nur Schaumwein aus der französischen Champagne darf Champagner heißen. In Österreich und Deutschland spricht man von Sekt.

Österreichischer Sekt mit geschützter Ursprungsbezeichnung ist in drei Qualitätsstufen eingeteilt: Klassik, Reserve und Große Reserve. Reserve und Große Reserve werden in traditioneller Flaschengärung hergestellt und reifen besonders lange auf der Hefe. Auch der spanische Cava entsteht in Flaschengärung nach dem Vorbild der Champagne.

Prosecco: eine Frage der Herkunft

Und wie ist das mit den Perlen im Prosecco? Prosecco und Asti Spumante stammen aus Italien. Prosecco ist eine geschützte Herkunftsbezeichnung für Weine aus einem festgelegten Gebiet in Venetien und Friaul. Als Herz der Region gelten die Hügel rund um Conegliano und Valdobbiadene. Die wichtigste Rebsorte heißt heute offiziell Glera, früher wurde sie selbst Prosecco genannt.

Prosecco gibt es in drei Varianten:

  • Prosecco Spumante: Schaumwein, meist im Tankgärverfahren hergestellt
  • Prosecco Frizzante: Perlwein mit weniger Kohlensäure
  • Prosecco Tranquillo: stiller Wein ganz ohne Kohlensäure

Prosecco ist also Wein aus dem Prosecco-Gebiet, der je nach Verarbeitung mehr oder weniger im Glas sprudelt.

Frizzante oder Spumante?

Zwischen einem hochwertigen Prosecco Spumante und einem guten österreichischen Winzersekt schmecken viele kaum einen Unterschied. Bei einem günstigen Prosecco Frizzante kann der Unterschied dagegen deutlich ausfallen. Frizzante verliert seine Kohlensäure schnell. Schenkt ihn deshalb erst unmittelbar vor dem Servieren ein, denn schon nach wenigen Minuten schmeckt er schal.

Hochwertiger Spumante und Sekt zeichnen sich durch lebhaft aufsteigende Bläschen aus. Je besser die Qualität, desto feiner ist diese sogenannte Perlage. Für den Sektempfang nach der Trauung lohnt es sich daher, zu einem guten Schaumwein zu greifen. Tipps rund um die passende Getränkeauswahl bekommt ihr auch von eurem Hochzeitscatering.

Extra-Tipp: Was wirklich gegen schalen Sekt hilft

Hält der berühmte Löffel im Flaschenhals das Prickeln tatsächlich länger? Die Idee dahinter: Je wärmer Sekt oder Prosecco wird, desto schneller entweicht die Kohlensäure, und ein Metalllöffel soll die Kälte aus dem Kühlschrank rascher in die Flasche leiten. Vergleichstests zeigen allerdings, dass der Effekt bestenfalls gering ist. Entscheidend ist, dass die angebrochene Flasche sofort wieder kalt gestellt wird.

Noch besser funktioniert ein spezieller Sektverschluss, der die Flasche dicht abschließt. Bei einer Hochzeit bleibt allerdings selten etwas übrig: Rechnet für den Sektempfang mit etwa ein bis zwei Gläsern pro Gast.

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Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Sekt und Prosecco?

Sekt ist die Bezeichnung für Schaumwein aus Österreich und Deutschland, Prosecco ist ein geschützter Herkunftsname für Wein aus einem bestimmten Gebiet in Norditalien. Prosecco gibt es als Schaumwein (Spumante), als Perlwein (Frizzante) und als stillen Wein.

Wie viel Sekt braucht man für den Sektempfang?

Für den Empfang rechnet man mit etwa ein bis zwei Gläsern pro Gast. Aus einer 0,75-Liter-Flasche lassen sich rund sechs bis sieben Gläser einschenken.

Hilft ein Löffel in der Sektflasche?

Der Effekt ist laut Vergleichstests sehr gering. Wichtiger ist, die Flasche sofort wieder kühl zu stellen, am besten mit einem dicht schließenden Sektverschluss.

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