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Deko und Papeterie

Unsterbliche Liebeserklärungen: Gedichte und Verse für eure Hochzeit

Drei kleine Worte, unzählige Verse: Wir haben die schönsten Liebesgedichte großer Dichter gesammelt, für eure Einladung, die Trauung oder eine Gedichtwand.

Redaktion Hochzeit Brautinfo6 Min. Lesezeit

Unsterbliche Liebeserklärungen: Gedichte und Verse für eure Hochzeit, Bild 1

Die drei schönsten Worte, die sich zwei Menschen sagen können, kennt jede und jeder. Diese Worte so zu verdichten, dass sie Sehnsucht wecken, Herzen wärmen und die Seele streicheln, gelingt aber am besten den großen Dichterinnen und Dichtern. Ein paar poetische Zeilen geben euren Hochzeitseinladungen genau den richtigen Hauch Romantik, und eine dekorative Gedichtwand in eurer Location, die eure Gäste mit eigenen Versen ergänzen, macht Poesie zur interaktiven Deko-Idee.

Wir haben für euch einige der schönsten Liebesgedichte gesammelt. Lasst euch ins Reich der Liebe entführen und sucht euch die Zeilen aus, die am besten zu euch passen.

Wofür ihr Liebesgedichte auf eurer Hochzeit nutzen könnt

  • Einladung und Save-the-Date: Zwei, drei Verszeilen auf der Innenseite oder Rückseite der Karte setzen den Ton für euer Fest.
  • Trauung: Ein Gedicht eignet sich wunderbar als Lesung, etwa vorgetragen von Trauzeugin, Trauzeuge oder einem lieben Familienmitglied.
  • Gedichtwand: Hängt Verse auf Karten an eine Leine oder Holzwand und legt leere Kärtchen und Stifte dazu, damit eure Gäste eigene Zeilen ergänzen.
  • Menü- und Tischkarten: Jeder Tisch bekommt ein eigenes Gedicht oder ist nach einer Dichterin oder einem Dichter benannt.
  • Dankeskarten: Ein kurzer Vers macht aus dem Dankeschön nach der Feier eine kleine Erinnerung.

Wenn ihr die Verse auf Einladungen oder Menükarten drucken lassen wollt, unterstützt euch ein Profi aus dem Bereich Hochzeitspapeterie bei Schrift, Layout und Papier.

Die schönsten Liebesgedichte großer Dichter

Erich Fried (1921 bis 1988)

Ein moderner Klassiker ist das Gedicht Was es ist von Erich Fried mit seinem berühmten Refrain. Ihr findet es in seinen Gedichtbänden und in vielen Anthologien. Da es urheberrechtlich geschützt ist, geben wir es hier nicht im Wortlaut wieder.

Christian Morgenstern (1871 bis 1914)

Es ist Nacht, und mein Herz kommt zu dir, hält's nicht aus, hält's nicht aus mehr bei mir.

Legt sich dir auf die Brust, wie ein Stein, sinkt hinein, zu deinem hinein.

Dort erst, dort erst kommt es zur Ruh, liegt am Grund seines ewigen Du.

Rainer Maria Rilke (1875 bis 1926)

Nun mag die Welt in ihren Festen beben, entfesselt wüten mag das Element; denn eine neue Ära tritt ins Leben, die keinen Haß und keinen Streit mehr kennt!

Durch meine Seele ziehts mit Zauberweben, o! wie's im Herzen glückverheißend brennt! Die Pulse fliegen mir, die Lippen beben, ich fühls, das ist es, was sich Liebe nennt!

Und möge alles rings in nichts versinken, ich lebe und der Liebe Sterne winken.

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798 bis 1874)

Was ist die Welt, wenn sie mit dir, durch Liebe nicht verbunden? Was ist die Welt, wenn du in ihr, nicht Liebe hast gefunden?

Verklage nicht in deinem Schmerz des Herzens schönste Triebe. Nur liebend ist dein Herz ein Herz, was wär' es ohne Liebe?

Wenn du die Liebe nicht gewannst, wie kannst du es ermessen, ob du ein Glück gewinnen kannst, ob du ein Glück besessen?

Joachim Ringelnatz (1883 bis 1934)

Ich habe dich so lieb! Ich würde dir ohne Bedenken eine Kachel aus meinem Ofen schenken.

Ich habe dir nichts getan. Nun ist mir traurig zu Mut. An den Hängen der Eisenbahn leuchtet der Ginster so gut.

Vorbei, verjährt, doch nimmer vergessen. Ich reise. Alles, was lange währt, ist leise.

Die Zeit entstellt alle Lebewesen. Ein Hund bellt. Er kann nicht lesen. Er kann nicht schreiben. Wir können nicht bleiben.

Ich lache. Die Löcher sind die Hauptsache in einem Sieb. Ich habe dich so lieb.

Heinrich Heine (1797 bis 1856)

Dass du mich liebst, das wusste ich, Ich hatte es längst entdeckt; Doch als du mir's gestanden, Hat es mich tief erschreckt.

Ich stieg wohl auf die Berge Und jubelte und sang; Ich ging ans Meer und weinte Beim Sonnenuntergang.

Mein Herz ist wie die Sonne So flammend anzusehen, Und in ein Meer von Liebe Versinkt es groß und schön.

Max Dauthendey (1867 bis 1918)

Du und ich! Wunschlose Seligkeit Strömt deine Nähe über mich. Der Alltag wird zur Sonntagszeit, Unsterblich schlingt das Leben sich Um uns. Und Menschengöttlichkeit Fühl' ich bei dir durch dich.

Was einst gewesen, weiß ich kaum. Die enge Welt wird weiter Raum. Und Holz wird Eisen, Eisen Holz Und Stolz wird Demut, Demut Stolz.

Gar wunderbare Weisen Singt dann bei seinen Kreisen Mein Blut im Paradies für mich. Es haben alle Wünsche Ruh'. Ich weiß nicht mehr, wer bist dann du. Ich weiß nicht mehr, wer bin dann ich.

Wilhelm Busch (1832 bis 1908)

Liebe, sagt man schön und richtig, ist ein Ding, was äußerst wichtig. Nicht nur zieht man in Betracht, was man selber damit macht, nein, man ist in solchen Sachen auch gespannt, was andere machen.

Marie Eugenie Delle Grazie (1864 bis 1931)

Gold'ner als die Sonne glüht, Reiner als der Mondenschein, Schöner als die Rose blüht, Wohnt die Lieb' im Herzen mein.

Wenn der Lenz von dannen zieht, Nimmt er jede Blüth' vom Baum; Meine Liebe geht nicht mit, Bleibt ein ew'ger Frühlingstraum.

Und wenn Rosen nicht mehr glüh'n, Nicht mehr lacht der Mondenschein, Blumen, die da nicht verblüh'n, Zaubert sie in's Herz hinein.

Otto Julius Bierbaum (1865 bis 1910)

Es ist ein Glück zu wissen, dass du bist, Von dir zu träumen hohe Wonne ist, Nach dir sich sehnen macht zum Traum die Zeit, Bei dir zu sein, ist ganze Seligkeit.

Theodor Storm (1817 bis 1888)

Ich bin mir meiner Seele In deiner nur bewusst, Mein Herz kann nimmer ruhen Als nur an deiner Brust!

Mein Herz kann nimmer schlagen Als nur für dich allein. Ich bin so ganz dein eigen, So ganz auf immer dein.

Max Dauthendey (1867 bis 1918)

Laß mich in deinem stillen Auge ruhen Dein Auge ist der stillste Fleck auf Erden.

Es liegt sich gut in deinem dunkeln Blick, Dein Blick ist gütig wie der weiche Abend.

Vom dunkeln Horizont der Erde Ist nur ein Schritt hinüber in den Himmel, In deinem Auge endet meine Erde.

Tipps für die Auswahl eurer Verse

Lest die Gedichte laut, bevor ihr euch entscheidet: Was beim stillen Lesen berührt, klingt vorgetragen manchmal ganz anders. Für eine Lesung bei der Trauung eignen sich kurze Gedichte mit klarem Rhythmus, etwa von Heine, Storm oder Bierbaum. Für eine Einladung reichen oft zwei Zeilen, die ihr aus einem längeren Gedicht herausnehmt. Und wer es lieber augenzwinkernd mag, findet bei Ringelnatz und Wilhelm Busch die passende Prise Humor.

Häufige Fragen

Welches Gedicht passt in eine Hochzeitseinladung?

Gut eignen sich kurze, klare Zeilen, etwa die erste Strophe von Heinrich Heines Liebesgeständnis oder die vier Zeilen von Otto Julius Bierbaum. Zwei bis vier Verszeilen reichen, damit die Einladung übersichtlich bleibt.

Darf man Gedichte bekannter Dichter auf Hochzeitskarten drucken?

Gedichte von Autorinnen und Autoren, die seit mehr als 70 Jahren tot sind, sind gemeinfrei und dürfen frei verwendet werden. Bei jüngeren Texten solltet ihr vorher klären, ob eine Erlaubnis nötig ist.

Was ist eine Gedichtwand auf der Hochzeit?

Eine Gedichtwand ist eine Deko-Station, an der Liebesgedichte auf Karten hängen. Die Gäste können dort eigene Verse oder Wünsche ergänzen, die ihr nach der Feier als Erinnerung behaltet.

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