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Bräuche und Trauung

Die Nackthochzeit: Jawort ganz ohne Brautkleid und Anzug

Kein Brautkleid, kein Anzug, nichts zu verbergen: Was hinter Nackthochzeiten steckt, woher die Idee kommt und was ihr wissen solltet, wenn ihr damit liebäugelt.

Redaktion Hochzeit Brautinfo2 Min. Lesezeit

Die Nackthochzeit: Jawort ganz ohne Brautkleid und Anzug

Die Suche nach dem perfekten Brautkleid und dem schönsten Hochzeitsanzug gehört für die meisten Paare fest zur Hochzeitsplanung. Nicht so für Brautpaare, die sich bewusst für eine Nackthochzeit entscheiden. Durch die Medien ging etwa die Geschichte eines Paares aus Neuseeland, das sich ganz ohne Kleidung das Jawort gab.

Jawort ohne Brautkleid und Hochzeitsanzug

Nackthochzeiten sind eine Nische, tauchen aber immer wieder auf. Was in manchen Fällen als Werbegag oder Fernsehspektakel bekannt wurde, findet sich auch dort, wo nicht mediales Interesse, sondern persönliche Überzeugung im Mittelpunkt steht.

Ins Leben gerufen wurde die Idee von überzeugten Naturistinnen und Naturisten, die ihren Lebensstil auch an ihrem Hochzeitstag konsequent leben wollten. Berichten zufolge soll eine der ersten dokumentierten Nackthochzeiten bereits in den 1940er-Jahren in Kalifornien stattgefunden haben. In den USA gibt es inzwischen sogar Agenturen und Verbände, die solche Hochzeiten organisieren oder Trauungen an FKK-Stränden begleiten.

Dresscode: naked

Wann spricht man eigentlich von einer Nackthochzeit? Reicht es, wenn das Brautpaar hüllenlos vor den Altar tritt, oder müssen auch Trauzeugen, Traurednerin und Gäste textilfrei erscheinen? Im englischsprachigen Raum haben sich dafür zwei Formulierungen auf der Einladung etabliert:

  • „Clothes free“: Während der gesamten Feier ist Textilfreiheit für alle verpflichtend. Als Location bietet sich dann ein warmer Ort mit Strand oder ein privates Naturistengelände an.
  • „Clothing optional“: Den Gästen bleibt selbst überlassen, ob sie festlich gekleidet kommen oder ganz auf Cocktailkleid und Smoking verzichten. Bei solchen Hochzeiten feiern bekleidete und unbekleidete Gäste gemeinsam mit einem nackten Brautpaar.

Nacktheit als Statement

Nacktheit am Hochzeitstag kann durchaus als Statement verstanden werden: Zwei Menschen zeigen offen, dass sie voreinander nichts, aber auch gar nichts zu verbergen haben. Für viele Paare, die so heiraten, steht genau diese Ehrlichkeit und Natürlichkeit im Mittelpunkt, nicht die Provokation.

Was ihr in Österreich beachten solltet

Wenn ihr selbst mit einer Nackthochzeit liebäugelt, braucht es vor allem gute Absprachen:

  • Standesamt: Die rechtsgültige Eheschließung findet in Österreich am Standesamt statt. Ob und in welchem Rahmen dort ein unkonventioneller Dresscode möglich ist, klärt ihr unbedingt vorab direkt mit dem Standesamt. Viele Paare heiraten standesamtlich klassisch und feiern danach eine freie Trauung nach ihren eigenen Vorstellungen.
  • Ort: Für eine textilfreie Feier eignen sich nur private Grundstücke oder Gelände, auf denen Nacktheit erlaubt ist, etwa FKK-Anlagen. Öffentliche Plätze scheiden aus.
  • Gäste: Informiert eure Gäste klar und frühzeitig über den Dresscode, damit sich niemand überrumpelt fühlt. „Clothing optional“ ist für gemischte Gästerunden meist die entspanntere Wahl.
  • Fotos: Besprecht mit eurer Fotografin oder eurem Fotografen genau, welche Bilder entstehen und wer sie zu sehen bekommt. Bilder von Gästen sollten nur mit deren ausdrücklicher Zustimmung gemacht und geteilt werden.
  • Wetter und Komfort: Plant Decken, Schatten, Sonnenschutz und einen Plan B bei kühlem Wetter ein.

Häufige Fragen

Was ist eine Nackthochzeit?

Bei einer Nackthochzeit heiratet das Brautpaar ohne Kleidung, oft auch mit unbekleideten Gästen. Die Idee stammt aus der Naturisten- bzw. FKK-Szene.

Kann man in Österreich nackt heiraten?

Rechtsgültig heiratet ihr in Österreich am Standesamt, ob dort ein unkonventioneller Dresscode möglich ist, müsst ihr direkt mit dem Standesamt klären. Eine textilfreie freie Trauung ist auf privatem Grund oder auf FKK-Geländen denkbar.

Was bedeutet clothing optional auf einer Hochzeitseinladung?

Clothing optional heißt, dass Gäste selbst entscheiden, ob sie bekleidet oder unbekleidet kommen. Bei clothes free ist Textilfreiheit für alle verpflichtend.

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